Was ist Hatha-Yoga?

Yoga ist nicht nur eine Körperertüchtigung oder Entspannungstechnik, sondern ein altes indisches Übungssystem um Körper, Geist und Seele zu stärken und in Einklang zu bringen. Diesem Übungssystem liegt eine umfassende Philosophie zugrunde und trotzdem ist es ein offenes System und unabhängig von Glauben, Weltanschauung oder Gesinnung.

Zwar hat es in Indien einen starken Bezug zum Hinduismus, ist aber aus der eigenen Geschichte heraus eine gottfreie Philosophie.

Das Wort “Yoga” ist Sanskrit (alte indische Sprache) und bedeutet “Einheit“ und „Harmonie”. Es geht also um die Harmonisierung der Energien im Körper, den Ausgleich zwischen dem inneren Wollen und den äußeren Anforderungen und das Gleichgewicht von Körper und Seele. Es geht darum in Harmonie mit sich selbst und in Harmonie mit der Umwelt zu leben.

Wie wirkt Hatha Yoga

Hatha Yoga wirkt auf Körper, Geist und Seele. In den vergangenen Jahren wurden durch verschiedene wissenschaftliche Studien die positiven Wirkungen von Yoga belegt.
Beispiele:

  • Verbesserung bei Nackenschmerzen
  • Reduktion von Schmerzmitteln bei Rückenschmerzen
  • Reduktion von Stresssymptomen wie Aggression, Depression und Anspannung
  • Verbesserung des Schlafes
  • Reduktion der Medikamente bei hohem Blutdruck
  • Beruhigung des Herzschlags bei Herzrhythmusstörungen
  • Weniger Entzündungen im Körper
  • Stärkere mentale Gesundheit in Belastungssituationen

(Quelle: http://wiki.yoga-vidya.de/Hatha_Yoga): Wer mehr zu den Wirkweisen erfahren möchte: (http://wiki.yoga-vidya.de/Wissenschaftliche_Studien)

Woher kommt Hatha Yoga?

Yoga entstand vor Jahrtausenden in Indien. Damals umfasste Yoga jedoch hauptsächlich die Meditation, die Geisteskontrolle und nicht die körperlichen Stellungen wie wir sie heute praktizieren.

Erst sehr viel später wurde den Yogis bewusst, dass die Meditationsposition durch einen gekräftigten und flexiblen Körper viel einfacher ausgeführt werden konnte. Nach und nach entstanden verschiedene Asanas (Körperstellungen) und das Hatha Yoga wurde geboren.

Seit den 1920er Jahren wurde Hatha Yoga in immer neuen Wellen in Indien und der westlichen Welt populär. Spätestens seit dem Jahr 2000 ist Yoga eine beliebte weltumspannende Bewegung geworden.

Ablauf einer Hatha Yoga Stunde

Ablauf einer Yogastunde

  • Anfangsentspannungslage
    Für 2-3 Minuten geht es in die typische Yogaentspannungslage (Shavasana), um in Ruhe im Raum anzukommen und sich innerlich auf die Yogastunde vorzubereiten.
  • Pranayama (Atemübungen)
    Durch verschiedene Atemübungen und Atemtechniken werden Energien mobilisiert und harmonisiert. Pranayama wirkt heilsam auf Körper, Geist und Seele.
  • Surya Namaskar (Sonnengruß):
    Das Sonnengebet dient als Aufwärmübung um unsere Körper auf die Yogastunde vorzubereiten. Es ist eine Abfolge von 12 Körperstellungen, die den Kreislauf anregen, Energien zum Fließen zu bringen und alle großen Muskelgruppen des Körpers stärken und dehnen.
  • Asanas (körperliche Stellungen):
    Asanas sind körperliche Übungen, die eine Zeit lang ruhig gehalten werden. Dadurch werden die Selbstheilungskräfte aktiviert, der Geist zur Ruhe gebracht und der Körper gestärkt.
  • Shavasana (Endentspannung):
    durch die abschließende Tiefenentspannung werden systematisch alle Teile des Körpers und des Geistes entspannt und Stresshormone abgebaut. Man verlässt die Stunde ausgeglichen und mit einem positiven Gefühl.

Meine Philosophie

Am wichtigsten ist mir, dass meine Kursteilnehmer/innen positiv und zufrieden aus der Yogastunde gehen.
Es geht nicht um die exakte, dogmatische Ausführung einer Asana oder darum innerhalb von zwei Monaten den Kopfstand zu erlernen. Vielmehr geht es darum, den eigenen Körper kennenzulernen, sowie die eigenen Grenzen wahrzunehmen und zu respektieren. Jede/r Teilnehmer/in hat ganz individuelle anatomische Voraussetzungen, deshalb ist es völlig egal wie sportlich der/die Nachbar/in ist. Wichtig ist es nur, den eigenen Körper im Rahmen der eigenen Grenzen zu fordern.

Für wen ist Yoga gedacht?

Meine Yogastunden sind für alle gedacht:
Für jedes Alter, für beide Geschlechter und für alle körperlichen Voraussetzungen.
Ich sehe jede körperliche Einschränkung meiner Teilnehmer/innen für mich als Herausforderung. Durch mein physiotherapeutisches Hintergrundwissen fällt es mir leicht eine Asana individuell anzupassen und es so allen Teilnehmer/innen zu ermöglichen, die jeweiligen Muskeln zu kräftigen und die gewünschten Wirkungen zu erzielen.

Was muß ich alles zu meiner ersten Yogastunde mitbringen?

Was muß ich zu meiner ersten Yogastunde mitbringen?

Für die Yogastunde benötigt man bequeme Kleidung, die die Bewegungen nicht einschränkt. Die einzelnen Übungen werden barfuß ausgeführt, für die Endentspannung sind warme Socken aber von Vorteil.
Im Freiraum in Ahlen sind Yogakissen, -matten und -decken für alle Teilnehmer vorhanden. Für die Yogastunden in den anderen Kursräumen muss jeder Teilnehmer diese drei Dinge selbst mitbringen. Falls du noch kein Yogakissen oder ähnliches besitzt, berate ich dich gerne in der ersten Stunde.
Ratsam ist es außerdem vorher nicht zu viel zu essen, aber auch nicht zu hungern. Im Yoga geht es darum auf den Körper zu achten und ihn gut zu versorgen.

Mögliche Kostenerstattung:

Hatha Yoga für Anfänger und Pilates als Präventionskurse anerkannt

Die Kurse „Hatha Yoga für Anfänger“ und „Pilates“ sind durch die Zentrale Prüfstelle für Prävention als Präventionskurse anerkannt.

Die Qualitätskriterien des GKV-Spitzenverbandes zur Umsetzung des §20 Abs. 1 SGB V (eine therapeutische Grundausbildung, eine umfangreiche Zusatzqualifikation und ein schriftliches Manual zu den Kursinhalten) sind erfüllt.

Die meisten gesetzlichen Krankenkassen bezuschussen zweimal im Jahr einen Präventionskurs mit bis zu 80% der Kurskosten.

Am Ende des Kurses werden Teilnahmebescheinigungen zur Kostenerstattung ausgehändigt. Diese Bescheinigung setzt eine Kursanwesenheit von 80 % voraus (8 Kurseinheiten).

Yoga für Kinder

Viele Erwachsene fragen sich, ob Kinder nicht noch zu jung für die Übungen sind, ob diese nicht eher schaden würden oder ob das Kind überhaupt still und asketisch die Asanas ausführen kann. Darum aber geht es nicht: Kinder haben Spaß an Yoga, denn es entspricht ihrem natürlichen Bewegungsablauf.

In der Yogastunde summen Kinder wie Bienen, quaken wie Frösche, fühlen sich wie Löwen und ganz nebenbei wird der Körper gekräftigt, die Atmung verbessert und die Konzentration geschult.

Yoga ist für Kinder in ihrer Entwicklung ideal, denn es wirkt auf verschiedenen Ebenen.
Die verbesserte Durchblutung der Muskeln sorgt für stärkere Abwehrkräfte und geistige Wachheit. Die gekräftigten Muskeln dienen einer besseren Körperhaltung und einer guten Motorik. Die einzelnen Asanas sorgen für mehr Selbstbewusstsein, da die Kinder sich mit einem stabilen Baum, einem starken Bären oder einem stolzen Helden identifizieren können.
Darüber hinaus gibt Yoga Haltung im Körper und Geist. Die Übungen schaffen Struktur und Ordnung im Bewegungsablauf und in der eigenen Denkstruktur. Durch das Wiederholen der Asanas, wird die Ausführung automatisiert, d.h. es werden Gehirnareale miteinander verknüpft. Dadurch fallen Denken und Lernen leichter. Durch die abschließende Fantasiereise werden Eigenschaften wie Mut und Stärke betont und die Körperwahrnehmung gefördert.

Die Yogaübungen helfen dem Kind Fähigkeiten zu entdecken und zu entwickeln sowie körperlich und geistig zu reifen.

Ablauf einer Kinderyogastunde

Eine Kinderyogastunde dauert 60 Minuten und beginnt mit einem yogischen Begrüßungsritual, damit sich jedes Kind auf die Stunde einstellen kann.

Den Hauptteil der Stunde bildet eine spannende, abenteuerliche oder schöne Geschichte, in die Asanas (körperliche Übungen) eingebettet sind. D.h. während wir als Piraten die verlassene Insel erobern, kann sich jedes Kind als Löwe, Adler, Baum fühlen.

Nach diesem Abenteuer haben die Piraten dann einige Minuten zum Entspannen und dürfen der Fantasiereise lauschen. Die Stunde wird ebenfalls mit unserem yogischen Ritual beendet.

Es ist ratsam zwei Stunden vorher nicht zu schwer zu essen und bequeme Kleidung zu tragen. Die Stunde findet barfuß statt. Warme Socken und eine kleine Kuscheldecke sind für die Fantasiereise am Ende der Stunde empfehlenswert.

Pilates

Was ist Pilates?

Die Pilates-Methode wurde Anfang des 19.Jhd. von Josef Hubert Pilates entwickelt. Seine Methode basiert auf Elementen aus dem Tanz (Ballett), auf Tierbewegungen, Yogaübungen und weiteren östlichen Trainingsmethoden.

Es ist ein ganzheitliches Körpertraining, in dem vor allem die tief liegenden, kleinen und meist schwächeren Muskelgruppen, die für eine korrekte und gesunde Körperhaltung sorgen, angesprochen werden.

Das Training beinhaltet Kraftübungen, Dehnungen und bewusste Atmung. Angestrebt werden die Stärkung der Muskulatur, die Verbesserung von Kondition und Bewegungskoordination, eine Verbesserung der Körperhaltung, die Anregung des Kreislaufs und eine erhöhte Körperwahrnehmung. Grundlage aller Übungen ist das Trainieren des so genannten „Powerhouses“, womit die in der Körpermitte liegende Muskulatur rund um die Wirbelsäule gemeint ist, die so genannte Stützmuskulatur. Die Muskeln des Beckenbodens und die tiefe Rumpfmuskulatur werden gezielt gekräftigt. Alle Bewegungen werden langsam und fließend ausgeführt, wodurch die Muskeln und die Gelenke geschont werden.

Für wen ist Pilates geeignet?

Beim Pilates kommt es auf die exakte Ausführung der Übungen an. Denn wenn eine Bewegung ohne das „Powerhouse“ (Bauch- und Beckenbodenspannung) ausgeführt wird, gleicht sie einer herkömmlichen Fitnessübung und verfehlt ihre Wirkung. Somit setzt Pilates eine gewisse „Grundfitness“ voraus.

Pilates ist ideal, um nach einer Geburt den Beckenboden wieder zu kräftigen und körperlich wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Pilates ist ebenfalls ideal für Menschen, die viel sitzen und den Oberkörper wider in eine stabile Aufrichtung bekommen wollen. Durch Pilates wird der Rumpf gekräftigt, so dass die Wirbelsäule entlastet wird und längeres aufrechtes Sitzen kein Problem mehr ist.

Pilatesprinzipien

Pilatesübungen unterscheiden sich von der äußeren Erscheinung gar nicht so groß von körperlichen Übungen, die man eventuell aus einem Sportkurs kennt. In der Ausführung gibt es jedoch einen großen Unterschied. Denn um wirklich die Tiefenmuskulatur zu erreichen, gibt es verschiedene Prinzipien in der Pilates Methode: Kontrolle, Konzentration, Atmung, Zentrierung, axiale Verlängerung und fließende Bewegung.

  • Alle Übungen und Bewegungen werden bewusst und kontrolliert ausgeführt
  • Jede Bewegung wird mental kontrolliert indem die Aufmerksamkeit auf den Körper gerichtet wird
  • Die Einatmung erfolgt in die Flanken und den Brustkorb während die Bauch- und Beckenbodenspannung (Powerhouse) gehalten wird.
  • Stabile Körpermitte durch Bauch- und Beckenbodenspannung (Powerhouse)
  • Maximaler Abstand zwischen Steißbein und Schädeldecke (Länge schaffen)
  • Alle Übungen werden in fließenden Bewegungen ausgeführt

Wo liegt der Unterschied zwischen Pilates und Yoga?

Oft werde ich von Teilnehmern gefragt, wo der Unterschied zwischen Yoga und Pilates liegt. In den Fitnessstudios werden diese beiden Dinge häufig gemischt als „Physiolates“ oder „Yogilates“ angeboten.
Wenn man aber beide Methoden genauer betrachtet, fällt auf, dass beide sich von Grund auf unterscheiden. Zwar haben beide Richtungen viel mit Kontrolle und einer gewissen Eleganz bei der Ausführung zu tun, dennoch ist die Zielsetzung eine andere. Während Pilates ein rein körperliches Training ist, das der Kräftigung des gesamten Körpers dient, spricht Yoga neben der körperlichen, auch die geistige und energetische Ebene an. Yoga hat außerdem eine sehr lange Geschichte und einen spirituellen Hintergrund, wohingegen Pilates ein eher moderner „Sport“ ist und erst seit rund 100 Jahre praktiziert wird. Des Weiteren werden im Yoga die einzelnen Asanas gehalten, während im Pilates jede Übung dynamisch (mit Bewegung) ausgeführt wird. Im Pilates verzichtet man zudem auf Entspannungselemente. Ein weiterer grundlegender Unterschied ist die Atemtechnik. Wird beim Hatha Yoga immer tief in den Bauch geatmet, wobei sich dieser sichtbar hebt und senkt, so ist der Bauch beim Pilates immer angespannt. Hier geht die Atmung in den Brustkorb und in die Flanken.

Wo finden die Yoga Stunden statt?

Die meisten Hatha Yoga Kurse finden in Ahlen, im “Freiraum“ in der Alten Molkerei statt. Der Freiraum ist zentral gelegen und aus Hamm, Beckum, Drensteinfurt und Sendenhorst, also aus dem gesamten Raum Warendorf, einfach und schnell zu erreichen.

Ausreichend Parkplätze stehen direkt vor dem Freiraum zur Verfügung.

Die Pilateskurse finden in Rinkerode, im Meditationsraum der katholischen Kirche statt. Rinkerode ist aus Hiltrup, Drensteinfurt und Albersloh innerhalb von 10 Minuten mit dem Auto zu erreichen.

Die Kinderyogastunden werden sowohl in Ahlen als auch in Rinkerode angeboten.

Für Firmen oder auch individuelles Personaltraining kann der Unterricht gerne auch in den eigenen Räumlichkeiten stattfinden.